Flora und Fauna

Der Lebensraum des Mittelgebirges Odenwald beherbergt eine ökologische Vielfalt.
Eine teilweise unberührte Landschaft, in der sich
Fuchs und Hase noch gute Nacht sagen.
Rotbuchen, Weissbuchen und Hainbuchen mit hängenden Kätzchen sind Bestandteil
des Mischwaldes. Wilde Kirschbäume stehen an Wiesenrändern.
Am Waldrand und auf den Wiesen blühen im Mai die Obstbäume – Birnen- und Apfelsorten.

Der Schwarzspecht und der Bundspecht sind hier noch im lichten Wald aktiv.

Auch den Kleiber findet man hier noch.
Gelbe Schlüsselblumen, weisse Bunschwindröschen und Huflattich blühen am
warmen Waldgrund.
Am Waldrand hasten Ameisen über die Feldwege.
Heidelbeerblüten liefern Pollen und Nektar.
Auch der Feldhase hat hier seine Ruhe die er braucht.

Im Finkenbachtal wird der Wiesenbach wieder renaturiert und
erhält seinen natürlichen Flußlauf.
Größere Bereichen standen bereits unter Landschaftsschutz.

Am Bach leben noch Feuersalamander.
Auf den feuchten Wiesen am Hang blüht der Schlangenknöterich, eine geschätzte Bienennahrung.
Die Wasseramsel, eine Verwandte des Zaunkönigs, holt sich Insektenlarven
und Krebschen vom Bachgrund.

Falter, Hummeln und Wildbienen begegnen sich auf den bunten Wiesen.
Zu den seltenen Schmetterlingen gehört der Russische Bär.
Die Vielfalt der Blüten bedingt die Vielfalt der Insekten- und Spinnenwelt.
Auf den Doldenblüten herrscht reger Flugverkehr.
Auch die Golddistel wird gerne besucht.
Ihre Blütenkörbchen liefern ausser Pollen auch Nektar.
Im Frühsommer stehen langstielige Orchideen im hohen Gras.
Hoch in der Steilwand am sicheren Platz horstet der Wanderfalke.
Die hungrige Brut sitzt auf einem schmalen Sims und wartet auf Nahrung.
Im Wald findet man den Hirschkäfer. Im Nadelwald gibt es auch den Bockkäfer.
Ein Neuntötermännchen fängt Insekten in den Hecken, die den Wegrand säumen.
Am Waldrand tollen Jungfüchse, während die Mutter auf Mäusejagd ist.
Hirschrudel treten oft aus dem Wald und überqueren die Straßen.
Hier muß der Autofahrer besonders vorsichtig sein.
Der Rauhfusskautz wird erst am Abend aktiv und geht dann auf die Jagd
nach Mäusen und größeren Insekten.
Seltener als der Eichelhäher ist der Tannenhäher.
Er holt Insekten von den Blättern, aber auch Samen und Nüsse.
Eine Rarität ist die Bocksriemenzunge.
Sie kommt nur an trockenen und sonnigen Plätzen vor.
Auf Waldlichtungen findet man den roten Fingerhut.
Er kommt mit den mageren Bundsandsteinböden gut zurecht.

Wildschweine sind relativ scheu und hinterlassen ihre Spuren am Waldrand und auf den Wiesen und Äckern.
Der Wespenbussard frißt Nester von Wildwespen.
Am Osthang des vulkanischen Katzenbuckels liegt ein See, der sich in einem renaturiertem Basaltbruch
gebildet hat. Hier findet man auch den schillernden Eisvogel.

Der Dachs sucht am Waldrand süße Früchte, Schnecken und Beeren des Weisdorns.
Seine Zeit ist die Dämmerung..
Der Steinmarder frißt Mäuse, größere Insekten und Früchte.
Das Reh bleibt mit ihrem Kitz im Schutze des Waldrandes.

Der Fasan lebt am Boden auf Wiesen und Äckern.
Im Herbst beginnt die Brunftzeit des Rotwildes.
Herbstzeit ist auch Pilzzeit.
Jetzt finden Sie Pfifferlinge, Fliegenpilze und Steinpilze wie gemalt.