Der Odenwald

Der Odenwald liegt fast mitten in Deutschland.
Er ist leicht einzugrenzen. Im Norden wird er durch den Main vom Spessart getrennt.
Im Süden wird er vom Neckar begrenzt, im Westen fällt er steil zur Rheinebene ab.
Im Osten steigt er auf 628 m zum Katzenbuckel auf, einem vulkanisch entstandenen Berg.
Der Katzenbuckel erhebt sich auf einer Bundsandsteinplatte und hat im Rücken einen See.
Der Katzenbuckel ist ein erloschener Vulkan, jedoch liegt seine aktive Phase Jahrmillionen zurück

Ca. 50-70% des Odenwaldes sind bewaldet. Dabei handelt es sich überwiegend um
Mischwald mit Buchen und Eichen.
Ein uraltes Gewerbe hat sich im Wald erhalten, die Köhlerei.
Buchenscheite werden um einen zentralen Luftschacht geschichtet
und mit Gras, Asche und Erde bedeckt, so dass der Meiler luftdicht ist.
Ohne Luft entsteht durch Verschwelen die Holzkohle.

Höfe und Weiler sind weit über die Flur verstreut.
Natürliche Blockhalden mitten im Wald sind typisch für den Odenwald.
Im Südosten sind es typische Bundsandsteinblöcke.
Felsenmeere nennt man diese Blockhalden.

Am Steilhang zum Neckar hin gab es einst viele Steinbrüche.
Rostfarben ist der eisenhaltige Bundsandstein - solange er bergfrisch ist - sogar leuchtend rot.
Der behauene Sandstein wurde auf dem Wasserweg bis weit in den Norden gehandelt.

Die Tropfsteinhöhle in Eberstadt,
eine 600 m lange begehbare Höhle im Gestein des mittleren Muschelkalks,
ist Zeuge der Erdgeschichte.
Sie ist vor ca. 200 Millionen Jahren entstanden.
